Solinger Tageblatt berichtet über R.H. Geschäftsführerin

Frauen in Führungspositionen

Katja Hochkeppel
Personalvermittlerin Katja Hochkeppel setzt bei ihrer Arbeit auf intensive persönliche Gespräche. Foto: © Christian Beier

Katja Hochkeppel teilt sich zusammen mit einem Kollegen
die Geschäftsführung von R. H. Personalmanagement.

Von Jutta Schreiber-Lenz


Ein Büro mit Wohncharakter: Eine Küchenzeile und ein Kaminofen mit nettem Deko-Krimskrams verströmen Gemütlichkeit. Lediglich der überlange, glatt polierte Konferenztisch erinnert daran, dass hier in erster Linie berufliche Sachlichkeit vorherrscht.

Katja Hochkeppel verbringt viel Zeit in diesen Räumen: Nach der Gründung von „R. H. Personalmanagement“ (R. H. steht für respect humans)im Jahr 2010 – gemeinsam mit Maik Oliver Ulbrich leitet sie die Geschäfte – ist die Firma vor drei Jahren in den Neubau direkt an der Aufderhöher Straße gezogen. Dort belegt der Betrieb zwei Etagen. „Über uns sind die Büroräume des Teams“, sagt sie im ST-Gespräch.

Seit 1999 arbeitet die gelernte Industriekauffrau im Bereich der Personalvermittlung – seit 2002 als Selbstständige – und geht spürbar auf in dieser Aufgabe. „Das kann man nur machen, wenn man es mit Herzblut tut“, sagt die 49-Jährige. „Wir haben es mit Menschen und unterschiedlichen Lebenswegen zu tun. Durch uns möchten sie ein Stück vorankommen.“ Es seien junge Leute, die den Start nicht richtig hinbekommen haben. Oder ältere, die arbeitslos geworden sind und auf dem normalen Arbeitsmarkt wenig Chancen sehen.

Viele intensive Gespräche seien nötig – „und die beschränken sich eben nicht nur auf schnöde berufliche Fakten, sondern reichen oft ins Persönliche hinein.“ Ein Muss, wie sie findet, denn nur, wenn man jemanden wirklich kenne, könne man ihn passgenau vermitteln. Das gelingt oft. Mitunter so gut, dass die Firmen, an die Mitarbeiter „ausgeliehen“ wurden, Interesse signalisieren, sie ganz zu übernehmen.

„Natürlich ist das dann eine tolle Entwicklung, auch für uns“, sagt Katja Hochkeppel, die sich nachdrücklich gegen Vorurteile gegenüber Zeitarbeit ausspricht. „Selbstverständlich hat jeder Mitarbeiter, den wir im Pool haben, einen ordnungsgemäßen Arbeitsvertrag“, betont sie. „Und da ist zum Beispiel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld enthalten und eine betriebliche Altersvorsorge.“

Viel Wert legen sie und ihr Kollege auch darauf, dass Sicherheitsstandards an den angebotenen Arbeitsplätzen eingehalten werden. „Wir kennen die Firmen gut, an die wir vermitteln und stehen im regen Kontakt mit ihnen.“

Es war nicht immer einfach, Familie und Beruf zu vereinbaren

Kein Tag sei wie der andere in ihrem Job: „Deshalb macht es einfach dauerhaft Spaß, die Herausforderungen sind vielfältig“, sagt die zweifache Mutter von mittlerweile erwachsenen Kindern. Eine Berufspause habe sie nie gemacht. „Klar war die Doppelfunktion mitunter stressig, aber ich hatte innerhalb der Familie viel Unterstützung. Wir wohnen mit meiner Schwiegermutter im gleichen Haus, das hat natürlich vieles um einiges einfacher gemacht. Und meine Eltern waren ebenfalls immer für mich da.“

 

Fr. Hochkeppel | persönlich:

Hobbies: Viele Jahre war Reiten, die private Leidenschaft von Katja Hochkeppel. Sie hat es von Kindheit an betrieben. Jetzt kümmert sie sich sehr gerne um den Familienhund, Haus und Garten und liest viel.



Urheberrechtshinweis:

© Bild: Christian Beier · © Text: Jutta Schreiber-Lenz
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